Januar & Februar – In der eigenen Gesellschaft bleiben
- Jessica Kaltenbach
- 15. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Der Winter ist nicht für alle leicht. Wenn das Laute des Sommers fehlt, die Ablenkung, das Draußen-Sein, werden wir schneller mit uns selbst konfrontiert.
Gedanken treten in den Vordergrund.
Gefühle, die sonst keinen Platz haben. Unruhe. Widerstand.
Der Impuls, etwas zu tun, weiterzugehen, sich abzulenken.
Januar und Februar laden uns ein, genau hier zu bleiben.
Nicht, weil wir müssen –sondern weil in dieser Begegnung mit uns selbst eine Möglichkeit liegt.

Denn alles, was uns bewusst wird, öffnet auch einen Raum für Veränderung.
Nicht durch Druck, sondern durch Wahrnehmung.
Der Winter schenkt uns diese Zeit.
Auch wenn der Alltag oft voll bleibt.
wenn es manchmal nur eine Stunde ist, die uns gehört.
Die Einladung lautet: Bleib. Spür. Weiche nicht sofort aus.
DIE Yogahaltungen für diese Jahreszeit sind für mich eine KRIEGERabfolge
In dieser Praxis begegnen wir dem Winter nicht nur im Rückzug, sondern im bewussten Dableiben in der Intensität.
Die Kriegerhaltungen sind kein Kampf. Sie sind ein klares, geerdetes Stehen im eigenen Raum. Sie verlangen Präsenz, innere Ruhe und den Mut zu bleiben.
Jede Haltung wird 2–3 Minuten pro Seite gehalten. Lang genug, um in die einzelne Haltung hineinzuatmen und anzukommen, damit Ablenkung keine Chance hat. Lang genug, damit Widerstand spürbar werden darf.

Krieger I – Verwurzelung & innere Ausrichtung
Der Krieger I sammelt.Die Füße wurzeln tief im Boden,die Beine tragen,der Oberkörper richtet sich aus der Mitte auf.
Energetisch steht diese Haltung für Wurzelkraft, Erdung und innere Klarheit.Für das bewusste Einnehmen des eigenen Raumes.
Im längeren Halten zeigt sich oft Ungeduld.Der Wunsch, weiterzugehen.Oder der Impuls, härter zu werden.
Einladung: Was brauche ich, um hier zu bleiben – ohne mich zu verspannen?

Krieger II – Standhaftigkeit & Präsenz
Der Krieger II öffnet den Blick.Innen Kraft, außen Weite.Die Füße bleiben fest verankert,während sich der Raum nach außen ausdehnt.
Diese Haltung steht energetisch für Standhaftigkeit und Beziehung:bei sich bleiben und gleichzeitig präsent sein.
Im Halten wird die innere Unruhe oft deutlicher.Gedanken wandern. Der Atem verändert sich.
Einladung: Was bringt mich hier aus der Ruhe? Und was geschieht, wenn ich nicht ausweiche?

Umgekehrter Krieger – Weite in der Spannung
Der umgekehrte Krieger verbindet Stabilität mit Öffnung.Die Beine tragen kraftvoll,während sich der Oberkörper weitet.
Energetisch geht es hier um Hingabe ohne Verlust der eigenen Basis.Um die Fähigkeit, Raum zuzulassen,ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren.
Einladung: Kann ich mich öffnen, ohne mich selbst zu verlassen?
Die Essenz dieser Winterpraxis
Diese Kriegerarbeit stärkt:
unsere Wurzeln – über Füße und Beine
unsere innere Kraft, die aus Präsenz entsteht
die Fähigkeit, Widerstand wahrzunehmen, statt ihn zu umgehen
Gerade in den Wintermonaten erinnern uns diese Haltungen daran: Bewusstheit entsteht nicht nur in der Stille. Sondern auch dort, wo wir bleiben – mit dem, was sich zeigt.
Und genau darin liegt die Einladung von Januar und Februar. In meiner neuen Yogastunde am Samstag Morgen ab 14.03.26 wird genau das spürbar.

Bleiben ohne Leistungsgedanken, Zeit dir selbst zu begenen in einem weichen und geschützten Rahmen. Ich freu mich darauf - von Herz zu Herz.


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